NABU Sankt Ingbert

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  • Herzlich Willkommen beim St. Ingbert

    Unsere nächsten Treffen:

      14. Januar 2015
    4. Februar 2015: Mitgliederversammlung
    4. März 2015
    15. April 2015
    6. Mai 2015
    3. Juni 2015
    jeweils um 20 Uhr
    Gasthaus "Mühlehannes", Rohrbach, Ob. Kaiserstr. 97


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    Wir begrüßen ganz herzlich unsere neuen Mitglieder. In diesem Jahr haben wir unser 1.000tes Mitglied geehrt. Das sind eine ganze Menge St. Ingberter, die uns damit bei unserer Arbeit und bei unserem Engagement für die Natur in und um St. Ingbert unterstützen.

    Wir laden jeden Einzelnen herzlich zum Mitmachen ein, sei es bei der Betreuung des Krötenzauns im nächsten Frühjahr, sei es bei Pflegeeinsätzen an Gewässern und Wiesen, sei es beim Aufbau der Turmfalken-AG. Falls Sie unseren elektronischen Newsletter beziehen möchten, schicken Sie uns einfach eine E-Mail an info@nabu-st-ingbert.de, damit wir Sie regelmäßig über unsere Aktivitäten rund um die Natur informieren können. 

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    Wildnispädagogische Wanderung zum Hof Hochscheid – mit Gebärdensprache

    Interview mit Peter Schaar und Barbara Böhme 

    Viel wird zurzeit von Inklusion gesprochen, also von der Teilhabe behinderter Menschen an allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Der NABU St. Ingbert bietet daher hörenden und gehörlosen Menschen gemeinsam die Möglichkeit der Teilnahme an einer wildnispädagogischen Wanderung, die in Gebärdensprache gedolmetscht wird. Wie es dazu kam und was die Veranstalter sich davon versprechen, fragte Maja Dumont* im nachfolgenden Interview Peter Schaar, Gebärdensprachdozent und selbst gehörlos, und Barbara Böhme, Vorsitzende des NABU St. Ingbert.

    Maja Dumont: Wie erleben gehörlose Menschen Natur? Welche Hindernisse gibt es, um an öffentlichen Führungen durch die Natur teilzunehmen?

    Peter Schaar: Gehörlose Menschen erleben Natur ähnlich wie Hörende. Wir nehmen z.B. im Wald die Ruhe wahr, da ist weniger Bewegung, keine Hektik. Wir sehen, dass Vögel singen. Natürlich hören wir den Gesang nicht, aber wir sehen die Schnabelbewegungen und können uns vorstellen, wie Vögel singen! Wir sind Augenmenschen. Wir nehmen auch kleine Bewegungen sehr schnell wahr, z.B. eine hüpfende Kröte im Laub oder ein Eichhörnchen, das am Baum hinaufklettert.

    Öffentliche Führungen ohne Übersetzung in die Deutsche Gebärdensprache sind ein Problem. Dazu muss man wissen, dass selbst wenn langsam und sehr deutlich gesprochen wird, nur ca. 30 % eines Gesprächs von den Lippen abgelesen werden können. Nur 11 der 26 Buchstaben lassen sich eindeutig an der Mundbewegung erkennen. Das Ablesen von den Lippen erfordert große Konzentration und ist sehr anstrengend! Trotz aller Bemühungen  müssen wir die fehlenden 70 % aus der Situation und dem Kontext kombinieren. Ohne Gebärdensprache ist eine Führung so, wie für hörende Menschen ein Musikkonzert ohne Ton!

    Maja Dumont: Was hat den NABU St. Ingbert dazu bewogen, ein Angebot für Gehörlose in sein Programm aufzunehmen? Wer kann an der Veranstaltung teilnehmen?

    Barbara Böhme: Der NABU will „Natur für alle erlebbar machen“. Das ist unser Motto und das richtet sich an Behinderte genauso wie an Nicht-Behinderte. Teilnehmen können alle - Behinderte und Nichtbehinderte -, die etwas über Spurenlesen, Pflanzen- und Vogelfederkunde erfahren möchten. Thomas Stalter - von ihm ging ursprünglich die Initiative aus, seine Wanderung auch für Gehörlose zu öffnen - führt die Teilnehmer sachkundig und unterhaltsam durch den Wald zum Hof Hochscheid. Dort gibt es dann auch die Möglichkeit, zusammenzusitzen und etwas zu trinken. 

    Maja Dumont: Die Führung von Thomas Stalter in Gebärdensprache zu übersetzen, ist ein schönes Beispiel für Inklusion. In St. Ingbert wird auf diese besondere Weise die UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt. Darauf kann man zu Recht stolz sein. Der NABU ist dabei Vorreiter! Wird er in Zukunft mehr Angebote für Behinderte machen?

    Barbara Böhme: Dem NABU ist sehr daran gelegen, auch Menschen mit Behinderungen den Zugang zur Natur zu ermöglichen. In diesem Jahr haben wir die wildnispädagogische Wanderung für Hörende und Gehörlose ins Programm aufgenommen. Eine vogelkundliche Exkursion könnte z.B. auch für Blinde und Sehende gemeinsam geeignet sein. Und bei entsprechender Wegeauswahl wäre etwa eine Käferwanderung auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Wir werden sicherlich in Zukunft weitere Angebote dieser Art machen und dabei wieder eng mit Behindertenvertretern zusammenarbeiten, damit aus der guten Idee auch tatsächlich „Natur für alle erlebbar“ wird.       

    * Maja Dumont, Diplom-Biologin aus St. Ingbert, arbeitet in der Umweltbildung und hat sich zusätzlich in Gebärdensprache fortgebildet.
    Foto: S. Seyfert

     

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